Geistermarkt

Auf der Insel Sandhornøya beenden wir den Tag, letzte Nacht habe ich den Starlink leider aus und wieder eingeschaltet. Das hat die Batterie leer gesaugt… ohne große Solarerträge und wenig Fahrzeit lässt sich das nicht ausgleichen. So suchen wir einen Campingplatz mit Strom auf, 250 Nok/ 23€ kostet der Spaß, es gibt außerdem eine Ver- und Entsorgung einen tollen Blick, einen Hafen und einen 24/7 Selbstbedienungs Supermarkt …

Alleine auf dem Campingplatz
Der Geistermarkt, Eintritt mit der Kreditkarte und Pin, eine Krone/9ct. Werden abgebucht und die Türe öffnet sich…
Innen ein komplett ausgestatteter menschenleerer Supermarkt…

Der Einkauf ist ganz normal, die Selbstbedienungskasse kennen wir ja auch,  mit dem Bon öffnen sich die Türen und man steht wieder draußen. Natürlich ist der komplette Markt mit Kameras vollgepackt. Am nächsten Tag können wir mit dem Inhaber sprechen, er managt den Markt inklusive einem Kaffee und dem Campingplatz zur Zeit allein. Er erzählt das auf der Insel 300 Menschen wohnen und auf den umliegenden (mit der Fähre angebundenen) Inseln noch einmal 400. Es ist nicht möglich genug Personal zu bekommen um den Markt zu betreiben, daher ist nur tagsüber jemand vor Ort. Nur dann gibt’s Hilfe beim Einkauf, die Möglichkeit den Campingplatz zu bezahlen oder Alkohol (bis ca. 5%) zu kaufen, abends sind diese Kühlschränke automatisch verriegelt. Die Preise erscheinen uns nicht wesentlich höher als in anderen norwegischen Supermärkten zu sein, vielleicht eine ganz passable Möglichkeit auch weniger dicht besiedelte Regionen zu versorgen… In Großstädten kann ich mir nicht vorstellen, dass das so „offen“ funktioniert, aber in dieser dörflichen Umgebung scheint es zu passen, ich habe nicht gefragt ob viel gestohlen wird …

Neben dem Campingplatz beginnt ein Weg
Outdoor Galerie
In Norwegen gibt es Marmorsteinbrüche…
Der Weg ist Elia Blix gewidmet, der hier geboren wurde, er war Bildungsminister und Theologe, er übersetzte unter anderem die Bibel ins norwegische
Ein kleines Museum erinnert an ihn.
Wir sitzen Regen und Sturm aus
Es wird gebloggt und gebacken…

Nach ein paar Tagen Ruhe haben wir wieder Lust auf Neues… Wir fahren Richtung Bodø…

Auf halben Weg ein alter Bekannter,
der Saltstraumen, der stärkste Gezeitenstrom
Bei auflaufender Flut bestaunen wir die schiere Kraft der Strömung
Dafür braucht es Leistung…
Gleich nebenan Ergebnis einer ähnlichen Kraft
Handwerkers Paradies, hier gibt’s alles, außer Steaks und Bier  😉 , auch Öl für die Lenkung… LG

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