Sonntag 29.Mai 2016 HareScramble

Heute ist der große Tag, der Endlauf oder neudeutsch „HareScramble“ könnte man mit Hasen-Kraxeln übersetzen… trifft es ganz gut.
Noch mal zusammengefasst: aus 1800 Startern haben sich in zwei Vorläufen (Prolog) die 500 Schnellsten qualifiziert um Heute gegen einander im „Härtesten ein Tages Enduro Rennen der Welt“ Originalton des Kommentators (von RedBull (Österreichischer Medienkonzern, der auch Limo verkauft)). Es wird spannend…
Wir haben erst mal ein gewohnt gutes Frühstück, in der Nacht hat es noch ordentlich gewittert aber heute Morgen scheint die Sonne als wäre nichts gewesen.
Günther und Safuré wollen mit dem Auto fahren, ich nicht. Das Rennen startet um 12:00h nach den Frühstück laden wir schon mal die Motorräder der Beiden auf den Anhänger. Kurz vor 11:00h fahren wir los, als ich mit dem Motorrad nach Eisenerz rein fahre stehen die Fahrzeuge der Besucher schon bis vor das Ortsschild, ich fahre mit mehreren Motorradfahren an der Schlange vorbei, der Platz an dem Günther parken will ist rappelvoll. Der Stau geht durch den kompletten Ort, ich fahre eine Abkürzung und lande direkt am Eingang zum Bergwerk, auch den kompletten Berg hinauf ist Stau (an dem ich locker vorbeifahre) ;-). Dank „Begleiterbändchen“ fahre ich auf das Gelände und bis zu der Stelle von der aus man den Start gut sehen kann. Die 500 Starter stehen schon in zehn Reihen am Start, einige stehen mit Ihren Maschinen bis zu den Naben im Wasser (ca. 30-40cm), zum Start schon nasse Füße, was ganz feines. Noch ca. 30 Minuten bis es losgeht, vorab noch etwas Werbung, die Startflagge wird auf einem E-Bike der Marke xxx zum Start gebracht, der Chef der Limo Fabrik wird sie schwenken…, die Fallschirmspringer der Limo Fabrik schweben vor dem Start ein, etc. viel Bimbamborium, aber kurzweilig.
Kurz vor dem Start finden meine Beiden auch ein Plätzchen, jetzt geht es los, die Erste Reihe startet, 50 Enduros sausen um eine übergroße Limo dose rum, nach dieser Kurve bilden die Fahrer eine Schlange. Zunächst geht es eine leichte Auffahrt rauf, um gleich danach einen steilen Hang runter zu fahren, nach einer großen Schleife geht es richtig steil den Berg rauf, in vier Stufen fahren sie über loses Geröll. Von den ersten 50 kommen die Meisten im ersten Versuch nach Oben. Bei den im zweiminütigen Abstand startenden Reihen ist das nicht so, im Laufe des Rennens stranden immer mehr Fahrer auf den Stufen des Steilhangs und suchen eine Lücke zwischen den gestürzten Fahrern auf den Steilstücken um noch nach oben zu gelangen und das Rennen fortsetzen zu können. Nach 20 Minuten ist der Spuk vorbei, alle 10 Reihen sind gestartet, die meisten Zuschauer bewegen sich den Berg rauf, zu Fuß oder im Bus, die Vip´s in Kleinbussen oder als geführte Enduro Tour, als ich sehe das auch einige Fahrer und Begleiter mit Ihren Maschinen den Berg rauf fahren gibt es für mich kein halten, hinterher. Das ist ja wohl das größte ich fahre mit meiner Enduro auf dem Gelände herum und kann an jeder Stelle anhalten und mir das Rennen ansehen, was ich auch ausgiebig nutze.
Die einzelnen Streckenpassagen sind an Schwierigkeit kaum zu toppen, bergauf Passagen über loses Geröll von 40-50 m Länge, manche Fahrer kommen nur ein paar Meter weit, bevor das Hinterrad durchdreht, andere „verhungern“ nur wenige Meter vor dem Gipfel und müssen für einen neuen Versuch umkehren. Das alles im Wettbewerb mit vielen, das heißt auf den Hängen gibt es ein endloses bergauf, scheitern und bergab. Mancher findet nur keine freie Bahn nach oben. An anderer Stelle führt die Strecke über große Felsen, hier kann von Fahren kaum die Rede sein, fast werden die Motorräder mehr getragen oder über die Steine gehoben.
Ich kann bequem mit dem Motorrad von einer Passage zur nächsten fahren und gelange an einer der letzten Stellen vor dem Ziel es geht spektakulär den Berg rauf, um dann auf halber Höhe um zu kehren und erneut bergauf zu fahren, wir warten gespannt auf den ersten Fahrer, da kommt Graham Jarvis aus dem Wald, sieht sich kurz die Sektion an und fährt dann den vorgegebenen Verlauf, wir jubeln und feuern Ihn an, der nächste Fahrer kommt erst nach ca. 20 Minuten. Diesen Vorsprung weitet er bis ins Ziel noch aus, insgesamt kommen nach den vorgegebenen vier Stunden nur neun Fahrer ins Ziel.
Ich kann noch weiter den Berg rauf fahren und mir die verschiedenen Sektionen ansehen, ganz oben am Berg angelangt schaue ich noch den Fahrern in „carl’s dinner“ einer besonders groben Passage zu, bis um 16:00h die Sirene ertönt, damit ist das Rennen aus. Ich kann oben aus dem Bergwerk ausfahren und bin in wenigen Minuten an unserem Gasthof, dort verlade ich gleich meine Maschine, nach einem leckeren Essen fahre ich gegen 17:00h los nach Hause. Auf der Rückfahrt gibt es heftiges Gewitter, allerdings stört mich das Wetter wenig, ich genieße die Aussicht auf spektakuläre Blitze.
Gegen 24:00h beende ich kurz vor Nürnberg meine Fahrt, gegen 6:30h werde ich wieder wach und fahre weiter, kurz vor 13:00h komme ich Zuhause an, lade die Motorräder ab und bringe den Anhänger zu Günther. Die Beiden sind gegen 1:00h gestartet und die Nacht durchgefahren da alles ruhig ist stelle ich den Hänger nur ab und fahre nach Hause. Damit ist der Urlaub zu Ende, viel erlebt beim Bilder sichten kann ich alles nochmal Revue passieren lassen.

www.erzbergrodeo.at

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